CED-Schwerpunkt: Wir geben Ihnen Ihre Lebensqualität zurück

Unsere Leistungen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Die Diagnose einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) wirft viele Fragen auf und verändert den Alltag. Als spezialisiertes Zentrum stehen wir Ihnen als verlässlicher Partner zur Seite.

Unser Ziel ist die „Remission“ – das bedeutet: Wir wollen die Entzündung stoppen und Ihnen einen beschwerdefreien Alltag ermöglichen. Mit modernsten Therapien und enger Überwachung verhindern wir langfristige Schäden am Darm.

  • Die Zeit mit den Patienten ist unsere stärkste Währung. Diese nutzen wir ausgiebig und ohne Blick auf die Uhr, sodass wir jedes Gespräch individuell und der Situation angemessen gestalten können.
  • Viele Arztbesuche können mit Angst beginnen, aber mit Hoffnung enden. Dieser Idee wollen wir entsprechen und unseren Patienten mit einer Gesprächskultur begegnen, die ein gutes Gefühl hinterlässt.
  • Selbstverständlich arbeiten wir im Zentrum für Gastroenterologie mit modernsten Geräten und nutzen neueste Technik, um optimale Behandlungsergebnisse zu erzielen.
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Hilfe bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) stellen einen Schwerpunkt unserer Praxis dar. Es handelt sich um eine Entzündung im Bereich des Dickdarms und/oder des Dünndarms, welche chronisch verläuft oder in Schüben immer wieder akut auftritt. Es werden zwei Hauptformen unterschieden. Zum einen die Colitis ulcerosa und zum anderen den Morbus Crohn.
Die Diagnose wird in erster Linie durch die Koloskopie (-Darmspiegelung) mit mehrfacher Schleimhaut-Biopsie gestellt. Hierbei werden von der Darmschleimhaut Proben entnommen und histologisch (unter dem Mikroskop) untersucht.

Weitere Informationen erhalten Sie unter den folgenden Reitern.

Was ist eine Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)?

Unter dem Begriff CED (Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen) werden im Wesentlichen zwei Krankheitsbilder zusammengefasst: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Es handelt sich dabei um schubweise verlaufende Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, die das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise gegen die eigene Darmschleimhaut richten.

Typische Symptome einer CED

Betroffene leiden meist unter wiederkehrenden Beschwerden, die die Lebensqualität stark einschränken können. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • Anhaltende, oft blutige Durchfälle.
  • Krampfartige Bauchschmerzen (häufig im rechten Unterbauch bei Morbus Crohn).
  • Ständiger Stuhldrang.
  • Ungewollter Gewichtsverlust, Müdigkeit und allgemeine Erschöpfung (Fatigue).

Warum ist eine frühe Diagnose so wichtig?

Eine frühzeitige und präzise Diagnose durch einen spezialisierten Gastroenterologen ist entscheidend, um Langzeitschäden wie Narbenbildung, Verengungen (Stenosen) oder Fisteln im Darm zu verhindern. Dank moderner Therapiestrategien ist es heute das Ziel, eine sogenannte Mukosaheilung (Abheilen der Schleimhaut) zu erreichen, damit Patienten ein nahezu beschwerdefreies Leben führen können.

Was ist Morbus Crohn?

Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED), die den gesamten Verdauungstrakt befallen kann – vom Mund bis zum After. Charakteristisch für diese Erkrankung ist, dass sie schubweise verläuft: Es wechseln sich Phasen mit starken Beschwerden (akuter Schub) und beschwerdefreie Zeiten (Remission) ab.

Anders als bei der Colitis ulcerosa, die nur den Dickdarm betrifft, kann sich die Entzündung bei Morbus Crohn an verschiedenen Stellen gleichzeitig zeigen, während dazwischen gesunde Darmabschnitte liegen (sogenanntes „segmentales Befallsmuster“). Zudem betrifft die Entzündung oft alle Schichten der Darmwand, was zu spezifischen Komplikationen wie Verengungen oder Fisteln führen kann.

Typische Symptome: Worauf Sie achten sollten

Die Beschwerden können sich schleichend entwickeln oder plötzlich auftreten. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Bauchschmerzen: Oft krampfartig und häufig im rechten Unterbauch lokalisiert (dort, wo Dünn- und Dickdarm aufeinandertreffen).
  • Durchfälle: Diese können breiig oder flüssig sein und über Wochen anhalten. Blutbeimengungen sind seltener als bei Colitis ulcerosa, aber möglich.
  • Gewichtsverlust & Appetitlosigkeit: Durch die Entzündung kann der Körper Nährstoffe oft schlechter aufnehmen.
  • Fisteln und Abszesse: Entzündliche Gänge (Fisteln) können sich zum Beispiel im Bereich des Afters bilden und sind oft ein erstes Warnsignal.
  • Allgemeinsymptome: Fieber, Müdigkeit und Abgeschlagenheit (Fatigue).

Diagnose & Behandlung in unserer Praxis

Da Morbus Crohn sehr vielgestaltig ist, erfordert die Diagnose einen erfahrenen Blick. In unserer Praxis nutzen wir eine Kombination aus modernen Verfahren:

  • Hochauflösende Endoskopie: Magen- und Darmspiegelung zur direkten Beurteilung der Schleimhaut und Gewebeentnahme.
  • Darm-Ultraschall: Um schmerzfrei Wandverdickungen zu erkennen und den Verlauf zu kontrollieren.

Das Ziel der Therapie: Morbus Crohn ist zwar bislang nicht heilbar, aber dank moderner Medikamente (wie Biologika oder kleinen Molekülen) heute sehr gut behandelbar. Unser oberstes Ziel ist die „Deep Remission“ – also nicht nur die Symptomfreiheit, sondern das vollständige Abheilen der Darmschleimhaut. So können wir Operationen vermeiden und Ihnen eine normale Lebensqualität und volle Leistungsfähigkeit im Alltag ermöglichen.

Was ist Colitis ulcerosa?

Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED), die ausschließlich den Dickdarm (Kolon) betrifft. Im Gegensatz zu Morbus Crohn, der den gesamten Verdauungstrakt befallen kann, beginnt die Entzündung bei der Colitis ulcerosa immer im Enddarm (Rektum) und breitet sich von dort aus kontinuierlich nach oben aus.

Die Entzündung beschränkt sich dabei primär auf die innerste Schicht der Darmwand, die Schleimhaut (Mukosa). Dort bilden sich kleine Geschwüre (Ulcera), die der Erkrankung ihren Namen geben und für die typischen Symptome verantwortlich sind.

Symptome: Anzeichen einer Colitis ulcerosa

Die Erkrankung verläuft meist in Schüben. Während eines akuten Schubs leiden Betroffene häufig unter folgenden Beschwerden:

  • Blutige Durchfälle: Das Leitsymptom der Colitis ulcerosa sind häufige, flüssige Stuhlgänge, die oft mit Blut und Schleim vermengt sind.
  • Ständiger Stuhldrang (Tenesmen): Patienten verspüren oft einen sehr plötzlichen und schmerzhaften Drang zur Entleerung, selbst wenn nur geringe Mengen ausgeschieden werden.
  • Krampfartige Bauchschmerzen: Diese treten häufig im linken Unterbauch auf, besonders kurz vor dem Stuhlgang.
  • Allgemeine Schwäche: In schweren Phasen können Fieber, Blutarmut (Anämie) und ein allgemeines Krankheitsgefühl auftreten.

Diagnose und moderne Therapiestrategien

Eine sichere Diagnose ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. In unserer Praxis nutzen wir hierfür:

  • Koloskopie (Darmspiegelung): Zur Beurteilung der Ausdehnung der Entzündung und zur Entnahme von Gewebeproben.
  • Laboruntersuchungen: Bestimmung von Entzündungsmarkern im Blut und im Stuhl (z. B. Calprotectin).
  • Ultraschall: Zur schnellen und schmerzfreien Überwachung der Darmwanddicke während einer Therapie.

Behandlungserfolg durch Erfahrung: Das Ziel unserer Behandlung ist nicht nur die Linderung der Symptome, sondern das vollständige Abheilen der Darmschleimhaut (Mukosaheilung). Wir setzen modernste Medikamente wie Aminosalicylate (Mesalazin), Biologika oder Januskinase-Inhibitoren ein, um Ihnen eine dauerhafte Beschwerdefreiheit und eine hohe Lebensqualität im Alltag zu ermöglichen.

Therapie der CED

Entscheidend für eine erfolgreiche Therapie ist eine vertrauensvollen Arzt-Patienten-Beziehung. Die Behandlung sollte möglichst durch einen Facharzt für Innere Medizin mit viel Erfahrung im Bereich der CED erfolgen.
Ziel der Behandlung ist eine Eindämmung der akuten Schübe sowie eine langfristige Remission der Erkrankung. Heutige Therapieansätze streben eine vollständige Abheilung der entzündlichen Veränderungen der Darmschleimhaut an. Aufgrund moderner Therapieoptionen kann dies bei der Mehrheit der Patienten erreicht werden.
Zur Beendigung eines akuten Schubes werden meist entzündungshemmende Medikamente verwendet.
Um das Wiederauftreten von Krankheitsschüben zu verhindern (Remissionsprophylaxe) werden heute immunmodulierende Substanzen, wie z. B. Azathioprin, TNF-α Antikörper (Infliximab, Adalimumab oder Vedolizumab) (= Remicade®, Humira®,Entyvio®) eingesetzt.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen stellen einen wichtigen und langjährigen Praxis-Schwerpunkt unserer Fachärzte für Innere Medizin und unserer Gastroenterologen dar.